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Was die Welt zusammenhält
"Simply good connections" gewährleisten diese praktischen Dinge, die uns mit ihren Verbindungen das Leben erleichtern.

„Im Falle eines Falles klebt Uhu wirklich alles.“ Der Slogan ist zum Allgemeingut geworden. 1932 erfindet der 64-jährige Bühler Apotheker August Fischer einen glasklaren Klebstoff aus Kunstharzen, der schnell und dauerhaft alles verbindet. Vier Jahre später wird der Alleskleber bereits beim Bau des Luftschiffs „Hindenburg“ eingesetzt. Der Name bezieht sich auf den Vogel Uhu, dessen Ruf Fischer bei einer Wanderung durch seinen geliebten Schwarzwald vernimmt. Damit folgt er der damaligen Tradition, Büroprodukte nach Vögeln zu benennen: Pelikan, Adler, Schwan usw. Das Design der Klebertube im markanten Schwarz-Gelb ist bis heute fast identisch geblieben.

1969 bringt die Firma Henkel den weltweit ersten Klebestift auf den Markt. Der Henkel-Forscher Wolfgang Dierichs orientiert sich bei seiner Entwicklung am Herausdrehmechanismus eines Lippenstifts, was eine besonders saubere Anwendung ermöglicht. Heute kaufen Menschen auf der ganzen Welt jährlich mehr als 130 Millionen Pritt-Stifte.

Während Knöpfe in der Form ähnlich den heutigen als Zierelemente schon seit der Antike bekannt sind, gibt es das Knopfloch erst seit dem 13. Jahrhundert. Es löst weitgehend das Knopf-Schlaufe-Prinzip ab, bei dem ein kugelförmiger Knopf oder ein Knebel mittels geflochtenen Bändern und Schnüren befestigt wird.

Schon 1885 reicht der Pforzheimer Heribert Bauer ein Patent ein, „dazu bestimmt, das Öffnen und Schließen der Herrenhosen mit Latz zu  vereinfachen“. Doch sein Druckknopf geht nie in Serie. 1903 verbessert der Stolberger Kurzwarenfabrikant Hans Prym den Vorläufer, indem er rostfreies Metall verwendet und das Kopfteil mit einer Feder versieht. In dieser Form ist der Druckknopf, einer der ältesten Markenartikel überhaupt, bis heute im Handel. Täglich verlassen das mittlerweile in der dritten Generation geführte Familienunternehmen 15 Millionen Druckknöpfe aller Art und sorgen für das, was ein Werbeslogan des Hauses verspricht: „Simply good connections“.

Was sich die meisten Heimwerker nur schwer vorstellen können: Auch Dübel gab es nicht immer. 1958 hat der Schwabe Artur Fischer eine bahnbrechende Idee, wie Schrauben am besten festen Halt in Wänden finden. Bis dato hatte man dazu ein Holzstück in die Wand eingegipst und nach dem Trocknen die Schraube hineingedreht. Fischer feilt ein Rundstück aus Polyamid (Nylon) zurecht, das laut Patentschrift „über einen Teil seiner Länge geschlitzt und dessen vorderes Ende mit sägezahnförmigen Einschnitten versehen ist“. Sein Fischer-Dübel wird ein überwältigender Markterfolg und legt den Grundstein für die neue Geschäftssparte Befestigungstechnik.

Immer wieder muss der Schweizer Ingenieur Georges de Mestral die Kletten aus dem Fell seiner Hunde klauben. Als er sich die Früchte unter dem Mikroskop genauer anschaut, entdeckt er, dass sie keine starren Stacheln, sondern elastische Häkchen aufweisen und deshalb auch nach dem Entfernen nicht abbrechen. Aus zwei Nylonstreifen – der eine mit Häkchen, der andere mit Schlaufen – fertigt er daraufhin den Klettverschluss, der zwei Materialien reversibel miteinander verbindet. 1951 meldet de Mestral die Idee zum Patent an. Vermarktet wird der Verschluss zunächst unter dem Namen Velcro, der sich aus den Begriffen Velours und Crochet (frz. Haken) zusammensetzt.

 

9.02.2010,

BQB

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